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Mi'kmaw

Semiramis, eine Shagya-Araber-Stute, ist ein selbstgezogenes, sehr talentiertes Reitpferd. Gerne hätten wir ihre super Eigenschaften in eine neue Generation "gerettet".
Doch sie wurde trotz einiger Versuche einfach nicht tragend.

Wir mussten irgendwann akzeptieren, dass unser Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird.

Sie war bereits 18 Jahre alt, als wir ein Gesellschaftspferd für einen jungen Hengst brauchten. Semi und der Hengst verstanden sich gut und waren fast eineinhalb Jahre gemeinsam auf der Weide.

Im Herbst wurde der Hengst abgegeben und später kastriert. Wir konnten es fast nicht glauben, als sich Semis Bauch im Frühjahr immer mehr rundete. Die Sensation war perfekt! Wie wir später auch am konkreten Geburtstermin des Fohlens zurückrechnen konnten, war sie in den letzten Tagen der gemeinsamen Weidezeit von dem jungen Hengst gedeckt worden.

Der Sommerurlaub in Kanada war schon lange geplant und konnte nicht verschoben werden. Innerlich zerrissen fuhr ich los, immer in Gedanken an die bevorstehende Geburt.
Am letzten Tag vor der Rückreise erreichte mich die Nachricht, dass Semi einen Buben bekommen hat.

Wir waren alle überglücklich. Mi'kmaw wurde er genannt nach den Indianern in Nova Scotia, der in Kanada besuchten Provinz, was sehr frei übersetzt, aber sinngemäß "guter Mensch" bedeutet.

Doch manche Dinge sollen nicht sein - Mi'kmaw starb mit 2 Monaten - völlig überraschend, ohne krank gewesen zu sein. Die Obduktion ergab kein Ergebnis.

Mi'Kmaw der Traum, der auch nach all den Jahren noch immer durch unsere Herzen galoppiert - ihm soll hier ein Denkmal gesetzt werden.